Vielfach werden bei der Diskussion in den Unternehmen über die konsequente Nutzung dieser neuen mobilen Gerätekategorien eher die Risiken thematisiert als die Chancen. Deshalb hier die fünf häufigsten Meinungen über Smartphones & Tablets die in unserer Praxis auftauchen:

  1. Unsere Kunden haben keine Smartphones/Tablets
  2. Das ist für unser Geschäft doch gar nicht relevant
  3. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert
  4. Der Kunde möchte aber einen Papierkatalog
  5. Das können wir unseren Leuten nicht zumuten

Dazu folgende Antworten:

1. Unsere Kunden haben keine Smartphones/Tablets

Bis Ende 2013 werden 72% aller in Deutschland aktiv genutzten Mobiltelefone Smartphones sein. Bei einer Studie im Bereich des verarbeitenden Gewerbes (Bauhandwerk) hatten bereits im Sommer 2011 45% aller Entscheider ein Smartphone, die Zahlen dürften sich entsprechend der Gesamtentwicklung des Marktes mittlerweile verdoppelt haben.

Rund 55% aller von Apple in Europa verkauften iPAD Geräte gehen an Business-Kunden. Die Verfügbarkeit von Tablets hat sich im letzten Jahr rasant entwickelt. 42% aller Unternehmen haben diese bereits im Einsatz, 34% wollen diese noch im Jahr 2014 einführen.

2. Das ist für unser Geschäft doch gar nicht relevant

Wenn Sie vorhandene Prozesse nur 1:1 abbilden, schöpfen Sie das Potential nur ungenügend aus. Die digitalen Prozesse bieten Ihnen aber die Chance, ganz neue Möglichkeiten zu nutzen. Dazu zwei Beispiele:

WERU Fensterkonfigurator: Zur Einführung der neuen Premium-Türenserie hat diese App alle wichtigen Informationen für die Händler bereitgestellt. Da mehr Informationen situationsgerecht zum Handwerker gebracht wurden, führte dies zu spürbar besserer Nachfrage als bei vorherigen Produktneueinführungen. Zugleich gab es weniger Rückfragen im Callcenter.

WÜRTH Smartphone-Lösung – Dadurch wurde die Verfügbarkeit der Angebote konsequent ausgeweitet. Jetzt kann auch auf der Baustelle sofort mit der App bestellt werden. Dadurch konnte die Adolf Würth KG neue Absatzpotentiale erschließen und messbar mehr Umsatz schaffen. Durch Intelligente Verknüpfung der Angebote auf dem Smartphone mit den Leistungen in den Niederlassungen konnte auch das stationäre Geschäft profitieren.

3. Das kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert

Mobile Projekte erfordern an vielen Stellen ein neues Denken im Unternehmen. Die Chancen und Möglichkeiten müssen schrittweise erschlossen werden. Hier können die eigenen Mitarbeiter wichtige Impulse liefern.

Wir empfehlen in überschaubaren Maßstäben anzufangen, die Ergebnisse in der Zielgruppe permanent abzufragen und dann sukzessive den Funktionsumfang nach den Erfordernissen der Zielsetzung zu optimieren. Wichtig ist aber rechtzeitig anzufangen, denn diese Optimierungsprozesse erfordern Zeit und gesammelte Erfahrung.

4. Der Kunde möchte aber einen Papierkatalog

In vielen Fällen kann sich der Kunde die neuen Möglichkeiten einer digitalen Lösung gar nicht vorstellen. Im ersten Schritt empfehlen wir auch, Kataloge nicht zu ersetzen sondern um digitale Lösungen zu ergänzen. Hierbei ist es wichtig, dass die Erwartungen an solche Lösungen hinsichtlich neuer technischer Möglichkeiten, ständige Aktualität usw. erfüllt sind, um die nötige Akzeptanz zu finden.

5. Das können wir unseren Leuten nicht zumuten

Das digitale Zeitalter bringt Prozessveränderungen und damit auch Veränderungen in der persönlichen Arbeitsweise. Hier muss den Mitarbeitern die Zielsetzung und das WARUM klar verständlich erläutert werden. Denn:

  • Hier gilt es die Menschen abzuholen und mitzunehmen.
  • Projekte von Anfang an zusammen mit der Zielgruppe konzipieren.
  • Projekte leichtgewichtig anfangen und Step by step weiterentwickeln.
  • Feedback einholen und in den Projekten umsetzen
  • Die Veränderung als Chance zu sehen.
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