In Frankfurt fanden am 13. und 14. Mai 2014 die neunten M-Days statt. Auf der Fachmesse für mobile Business versammelten sich Anwender, Entwickler, Anbieter sowie Experten zum wissenschaftlichen und praxisnahen Austausch zu ihren Fachgebieten.

Marie, UX-Designerin bei SIC! Software hielt einen Vortrag zum Thema User Experience bei Unternehmenssoftware. Häufig gestellte Fragen zu Usability und User Experience beantwortet Marie noch einmal in unserem Blog für alle, die diesen spannenden Vortrag nicht auf den M-Days verfolgen konnten.

Ist User Experience nicht nur ein Synonym für Usability?
Nein, Usability und User Experience beschreiben zwei unterschiedliche Dinge und verfolgen jeweils andere Zielsetzungen. User Experience (kurz UX) bedeutet Nutzungserlebnis und erweitert den bisherigen Usability-Begriff um das Erleben und die Emotionen bei der Benutzung eines Produktes. Usability beschäftigt sich vornehmlich damit, negative Nutzererlebnisse zu vermeiden. User Experience hingegen hat zum Ziel, ein möglichst positives Nutzungserlebnis zu schaffen.

Reicht Usability allein nicht aus?
Usability ist heutzutage als Hygienefaktor bei Software zu sehen. Eine einfache Bedienung und die Möglichkeit schnell an das Ziel zu kommen wird als selbstverständlich angesehen. Die Anwender sind aus ihrem privaten Umfeld gewohnt, dass Software attraktiv gestaltet ist. Wenn die Usability einer Anwendung unzureichend ist, so führt dies automatisch zu Unzufriedenheit. Um Begeisterung für die Anwendung zu erzeugen, reicht gute Usability allein nicht aus.

Warum ist das für Unternehmenssoftware wichtig? Die Mitarbeiter können sich schließlich nicht die Software aussuchen.
Wenn die Software gerne benutzt wird, so steigt die Akzeptanz der Software. Es ist so leichter, diese in der Praxis einzuführen, da es weniger Widerstände aus der Belegschaft gibt. Außerdem ist eine gute User Experience auch den Unternehmenszielen dienlich. Empirische Studien haben gezeigt, dass zufriedene Mitarbeiter besser und produktiver arbeiten.

Können sich das nicht nur große Konzerne leisten?
Gute User Experience muss nicht unbedingt teuer sein. Wichtig ist hier eine Veränderung des Blickwinkels mit dem Software entwickelt wird. Nicht die Technologie steht beim Design im Mittelpunkt, sondern der Anwender der Software.
Momentan arbeiten wir im Projekt Design4Xperience daran UX-Methoden zu entwickeln, die auch für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet sind.

Was hat es mit dem Projekt Design4Xperience auf sich?
Das Projekt Design4Xperience ist Teil der Förderinitiative „Einfach intuitiv

– Usability für den Mittelstand“

, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Ziel des Projekts Design4Xperience ist die Entwicklung von Methoden und Instrumenten, mit denen kleine und mittlere Unternehmen die User Experience ihrer Software verbessern können.

Bewerte diesen Beitrag
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.