Ausgereifte Bedienkonzepte sparen Zeit und Geld

Es ist eigentlich eine altbekannte Regel der Softwareprogrammierung, die jedoch leider immer wieder unterschätzt wird: Wer bereits mit ausgereiften Bedienkonzepten beginnt, spart auf lange Sicht viel Zeit, Geld und Nerven. Und eines hat sich in unseren zahlreichen Software-Projekten immer wieder bestätigt: Je enger und häufiger wir mit unseren Kunden und den späteren Nutzern in Kontakt stehen, desto schneller können wir uns dem optimalen Bedienkonzept annähern.
Bedienkonzepte sind neue Prozesse in Form von Bedienoberflächen, sozusagen Arbeitsschritte zum Anklicken. Sie sollen so oft wie möglich gemeinsam mit Kunden und späteren Nutzern sach- und fachgerecht beurteilt werden – das nennt sich dann „Review“. Am wichtigsten für die Entwicklung eines Softwareprojekts sind die Reviews der späteren Nutzer sowie deren Vorgesetzte, möglichst sowohl aus dem Management als auch aus dem technischen Bereich. Mit jedem Review kommen wir so der optimalen Software-Lösung ein Stückchen näher. Doch das kostet Zeit: Wie können sich unsere Spezialisten mit den Ansprechpartnern beim Kunden permanent 1 bis 2 mal pro Woche abstimmen, wenn gleichzeitig auch viele weitere Termine und das Tagesgeschäft gemeistert werden müssen?

Moderne digitale Tools machen es möglich

Der Schlüssel dazu sind digitale Abstimmungsprozesse mit Hilfe der Tools von Amazon und Adobe. Amazon kann uns mit seiner Video-Chat-Software Chime dabei helfen mit vielen Personen an verschiedenen Orten gleichzeitig an einem Bedienkonzept zu arbeiten. Chime ist so ähnlich wie Skype oder Team Viewer und funktioniert so: Sie sehen meinen Desktop und ich moderiere durch den Klick-Dummy. Nach ca. einer halben Stunde sind wir uns über Verbesserungen einig und am gleichen Tag können Sie Ihren Kollegen und Vorgesetzten Ihre Vision interaktiv vermitteln – ohne dass eine Zeile Programmier-Code geschrieben wurde.

Um Klick-Dummys zu erstellen, zu teilen und erlebbar zu machen verwenden wir den „Experience Designer“ von Adobe. Adobe hat mit diesem Tool den schnellsten und intuitivsten Prototyp-Builder auf dem Markt gebracht, der die Herzen von Designern, Programmierern und unseren Kunden höherschlagen lässt. Neben dem Feature, einen Klick-Dummy zu teilen, kann ich eine Design-Spezifikation erstellen. Statt einem langen, textbasiertem PDF, das langwierig erstellt wird, liefern wir automatisiert ein interaktives und fehlerfreies Dokument kostenlos zu jedem Zeitpunkt der Konzeption hinzu. So können Ihre Profis aus dem Marketing schnell prüfen, ob alle Vorgaben, die Ihr Erscheinungsbild wiedergeben, eingehalten werden.
Auch Programmierer profitieren von dieser Spezifikation. Sie können selbständig alle Parameter auslesen und müssen nicht auf Beschreibungsdokumente warten. Der Klick-Dummy ist nämlich die interaktive Beschreibung aller programmierrelevanter Werte wie Farbwerte, Farbverläufen Abständen, Satzspiegel, und Schriftbeschreibungen. So kann schnell, genau und effizient Ihre Software entstehen.

Maximale Effektivität und Effizienz

Beide Produkte in Kombination bieten Ihnen nicht nur den komfortabelsten Weg mit uns über Ihre zukünftige Software zu sprechen, ohne dass Sie dazu Ihr Büro verlassen müssen, sondern auch ein Maximum an Effizienz und Effektivität. Und wenn Sie mal keine Zeit haben, dann schauen Sie sich die Aufzeichnung des Meetings an.

Hier können Sie gleich mal einen Klick-Dummy ausprobieren und Ihre Verbesserungswünsche als Kommentar ganz bequem im Klick-Dummy hinterlassen:

Ritter & Burgen – High Performance Kunden-Manager für Aussendienst-Mitarbeiter

Möchten Sie einmal Chime ausprobieren? Sprechen Sie uns einfach darauf an – wir helfen Ihnen gerne dabei.

 

Mit dieser Serie von Blog-Artikeln werden wir einige grundlegende Gedanken zum Themenkomplex des „Internet of Things“ – auch kurz „IoT“ genannt – für Planer und Entscheider in mittelständischen Unternehmen zusammengefasst haben.

Wir wollen damit häufig gestellte Fragen beantworten und unseren Lesern einen Einstieg geben, um erste Gedanken zum Thema IoT für das jeweilige Unternehmen zu formulieren.


In einer kürzlich veröffentlichten Studie des IT-Dienstleisters HCL Technologies nannten 46 Prozent der befragten Projektverantwortlichen die Nutzung der richtigen IoT-Plattform als eine der größten Herausforderungen für das IoT-Projekt des Unternehmens.

Typischer Weise werden dabei die folgenden Anforderungen an die IoT-Plattform gestellt:

  • Quantitative Skalierbarkeit
  • Automatisierbarkeit
  • Offenheit, Schnittstellen
  • Technologische Reife der Plattform

Nun versucht das Unternehmen mit den bekannten Methodiken umfassend zu planen und so durch die Auswahl der „perfekten“ IoT-Plattform sein Projekt zum Erfolg zu führen.
Aber: Eine Digitalisierung nach Fahrplan gibt es nicht. Die Evaluation von IoT-Plattformen ist daher vielfach nur eine unnötige Geld- und Zeitverschwendung!

Warum ist das so? Weil eine Entscheidung pro oder Contra einer Plattform oftmals nur an kleinen technischen Detailfragen festgemacht wird, die zudem immer nur auf Basis des jeweils aktuellen Wissenstandes im Projekt erfolgen kann. Bei IoT-Projekten wird aber fast immer Neuland betreten. Die Anforderungen, Zielsetzungen, Use-Cases und Prioritäten ändern sich sehr schnell. Diese Änderungen sind aber unmöglich vorhersehbar. Alle Versuche, die möglichen Szenarien bei der Planung in Summe zu berücksichtigen, führen entweder zu einem Projekt mit gigantischen Kosten oder aber zu einer sehr langwierigen Planungsphase, die am Ende den Projektfortschritt sehr stark verlangsamt.

Unsere Empfehlung lautet daher:

Wählen Sie eine große, flexible Cloud-Plattform und fangen Sie einfach an. Denn während Ihr Wettbewerber noch überlegt, welche IoT-Plattform er nehmen soll, haben Sie schon den ersten Prof-of-Concept am Start und können echte Erfahrungen im Feld sammeln. Bei Umsetzung von IoT-Projekten lassen sich zwar viele technische Aufgaben im Zweifelsfall durch erhöhten Ressourceneinsatz beschleunigen, nicht aber das Sammeln von Erfahrungen im Feld! Wer hier zuerst kommt, mahlt zuerst und kann sich schnell einen Wettbewerbsvorteil sichern, der von der Konkurrenz nur schwer wieder aufgeholt werden kann.

Was ist wirklich wichtig bei der Plattformauswahl?

Über die Jahre haben sich folgende Parameter als wirklich strategisch relevant erwiesen:

  • Größe des Cloud-Anbieters
  • Flexibilität der Architektur und Ihrer Komponenten
  • schnelle Release-Zyklen der Cloud-Dienste

Warum eine große Plattform? Weil dieser Anbieter vermutlich auch in 24 Monaten noch existiert. Weil nur die großen Anbieter genügend in die kontinuierliche technologische Weiterentwicklung investieren können.

Warum Flexibilität? Weil nur damit die Chance besteht, dass auch Ihre künftigen Anforderungen erfüllt werden – und dies sowohl in technologischer als auch in funktionaler Hinsicht. Gerade der mögliche Einsatz verschiedener Technologien im Rahmen einer Microsystemarchitektur erleichtert und beschleunigt die Integration vorhandener Systeme ganz enorm.

Warum schnelle Release-Zyklen? Weil nur so die Chance besteht, dass in den verwendeten Cloud-Diensten die unvermeidlichen Kinderkrankheiten und Fehler schnell verschwinden, fehlende Funktionen in endlicher Zeit ergänzt werden.

Wenn Ihnen also ein Beratungsunternehmen als Einstieg in Ihr IoT-Projekt eine Studie für den Vergleich von 60 IoT-Plattformen empfiehlt, schicken Sie es nach Hause. Das Geld können Sie sinnvoller einsetzen.


Erwecken Sie Ihre Digitalisierungs-Idee zum Leben und präsentieren Sie sie LIVE vor Management, Kollegen und Kunden: IoT-Showcase-Angebot  


Warum hat sich SIC! Software bei IoT-Projekten auf die Cloud-Dienste von AWS fokussiert?

Die Gründe für AWS sind ganz einfach:

  • Großer internationaler Anbieter, der nicht vom Markt verschwinden wird
  • Transparentes Preismodell
  • Ausgereifte Infrastruktur, rationelle Administrationsmöglichkeiten
  • sehr breites Spektrum unterstützter Programmiersprachen
  • Kein erzwungener Technologischer Lock-In
  • Stabile SDKs und Bibliotheken, umfassende Dokumentation
  • Schnelle Release-Frequenz der Dienste
  • Breites MicroService Portfolio
  • Weltweite Hoch-Verfügbarkeit

Weil es sich bei Technologie-Integratoren wie bei einem 5-Sterne-Restaurant verhält: Wenn die Speisekarte zu groß ist, leidet die Qualität! Viel wichtiger ist die Kenntnis wie man mit den Zutaten das optimale Ergebnis erreicht. Daher gibt es in den Top-Gourment-Restaurants nur ein Menü auf der Speisekarte – genauso wie sich unser Top-Expertenteam auf einen flexiblen, leistungsfähigen und zukunftssicheren Technologiebaukasten fokussiert.


Wenn Sie lernen möchten, mit welchen Methodiken man die für die eigene IoT Anwendung strategisch relevanten Schlüsselkomponenten identifiziert, um die Kontrolle über seine Daten zu behalten, erfahren Sie in Folge 1 unserer Webinar-Reihe „IoT Projekt-Know-how für Planer und Entscheider“ mit dem Titel „Die Cloud als notwendige Basis für IoT-Lösungen – das AWS-Praxisbeispiel „tempmate“.

Infos & Anmeldung


Weitere Teile dieser Blog-Artikel Serie:

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 1: Warum müssen wir in die Cloud?

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 2: Warum sollen wir jetzt IoT Projekte starten?

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 3: Warum sollen wir in eine eigene IoT Anwendung investieren?


Übrigens: Als integrativer Entwicklungsdienstleister für AWS (Amazon Web Services) Cloud-Lösungen bieten wir Ihnen ein fundiertes Know-How in den Themenfeldern Internet of Things (IoT), Smart Products und Industrie 4.0 und unterstützen Sie gerne auch bei Ihrem IoT-Projekt. … mehr 

 


 

SIC! ist wie jedes Jahr nicht nur dabei, sondern auch mittendrin

Am Wochenende fand an der TU Dresden das „mobile Camp Dresden 10“ statt. Der runde Geburtstag war Anlass für viele Programmierer, UX-Designer, Start-up-Founder, SEO-Köche und Enthusiasten vorbeizuschauen und ihr Wissen in Sessions zu teilen.

Oliver (Senior Software Engineer und Project Manager) und ich (Adam, Designer für User Experience und User Interfaces) sind als Allrounder-Team angereist, um an den Sessions teilzunehmen und auch eigene Sessions anzubieten. Oliver gehört seit 10 Jahren zum Barcamp wie ein Akku zu einem Smartphone und ich halte wie immer eine Session zu meinen Forschungsergebnissen aus dem Bereich User Experience und Kreativität. In diesem Jahre stellte ich meine Methode zur Klassifizierung von Kreativ-Techniken vor: Mit ihr können agile Arbeitsweisen oder Methoden aus dem Design Thinking optimal für einen Workshop ausgewählt, kombiniert oder angepasst werden.

Highlight Tag 1: Rückblick auf die letzten 10 Jahre mobile Camp Dresden

Die Organisatoren Antje, Hellen, Linda, Chris, Dirk, Adrian und Phillip zeigten wie sich die Trends und  die Haupthemen des Bar Camps von Jahr zu Jahr änderten: Apples iPhone, Googles Nexus Phone, iOS, Android, Microsofts und Nokias WindowsPhone, FirefoxOS des Browser-Herstellers Mozilla, Tablets, Wearables, Smart Living, Smartphones aus China sowie Themen um Human Computer Interaction, Usability und User Experience waren im Rückblick zu sehen – in den letzten 10 Jahren wurde kein Thema ausgelassen.

Damit wir uns alle kennen und besser planen können stellen sich die Teilnehmenden vor der Session-Planung mit nur drei Hashtags vor.

Auf den Rückblick folgte dann die Session-Planung: Im zehnten Jahr gab es mehr UX-Themen als in den Jahren zuvor und auch größere Sessions zu den Bereichen UX, Kreativ-Methoden, Design Thinking oder dem agilen Arbeitsumfeld. Mein Highlight war dabei die Session zu den UX-Trends 2018 von Caroline Bock und ihren beiden reizenden Assistentinnen –  IT-Frauen-Power pur.

Caroline zeigte anhand von Beispielen die Trends 2018 auf. Ihre Favoriten sind:

  • Reduktion
  • White Space mit Farbe (Anm.AR: Ja! Das geht 😉)
  • Narratives bzw Story Lines
  • Inklusion und das Einbinden von vielfältigen Nutzern
  • Design auf Basis von Content und Context
  • Chat Bots oder smarte Assistenten und somit Sprach-Interfaces

Nicht vergessen darf man den gerade von Adobe und Apple gemessenen Trend der Stille und Zurückgezogenheit, was man empirisch an der Anzahl von Enspannungs-Apps nachweisen konnte.

Der spannende erste Tag aus beiden Perspektiven: links bin ich Speaker und rechts Zuhörer und Mitstreiter

 

Work hard – Party harder: Cocktails, Burger und Musik der letzten 10 Jahre

So wie es ein Highlight am Tag gibt, so gibt es auch eins in der Nacht. Und damit ist die Abendveranstaltung gemeint.

Jan vom Ora-Team legte Musik auf ließ die Puppen tanzen. Zu Cocktail, Bier und Burger gab es von Missy Elliott bis Rage Against the Machine tanzbare Musik. Die Foto-Box wurde kurzerhand ausdem Foyer auf die Tanzfläche verlagert, um die ausgelassene Stimmung festzuhalten. Auch am Abend war also Kreativität angesagt.

 


Tag 2: Club Mate statt Asperin und Keynote Nr. 2

Fast alle Teilnehmer füllten wieder den Session-Saal, um gespannt der Keynote zu lauschen. Club Mate – auch Entwickler-Brause genannt – hilft nicht nur beim Schreiben von Programm-Code, sondern dabei, nach einer feuchtfröhlichen Party, den Speakern besser folgen zu können.

LineUpr – Alles, was sie über Startups wissen wollten und nie zu fragen wagten

Norbert und Philip vom Gründer-Team der Event-App LineUpr erzählten wie sie aus einer Idee ein Startup machten und auf Carsten Maschmeyer trafen. Wie funktioniert das Produkt? Und warum wurde es eine Web-App, die mit Web-Technologie funktioniert? Die Antwort war für viele verblüffend, denn sie war nicht technischer Natur, sondern mit dem Verhalten der User zu begründen: Wegen einem ein- oder- zweitägigem Event installieren die Nutzenden keine App mehr. Ihre Homescreens sind voll, das Daten-Volumen zu wertvoll oder der Speicher nicht ausreichend.

Nach der Technik und dem Nutzer-Konzept erklärten sie wie und wo man einen Pitch macht, ein Preismodel mittels Marktanalyse erstellt oder Kunden für das Produkt gewinnt. Wenn das alles steht und der Geldgeber nach einem Jahr nicht abgesprungen ist, wird man international. Das ist der nächste große Schritt für LineUpr.

Angeregt von dieser Keynote wollten alle ihre Arbeitsweise ändern und produktiver werden. Gleich mehrere Session-Speaker sprachen über ihre Arbeitsweisen in der IT und gaben Tipps zur Koordination von Meetings und der eigenen Arbeit oder dem Schreiben von sauberen Code.

Mein Tipp für die kommenden Jahre, wenn ihr Entwickler, Designer, Projektleiter, Gründer oder Studenten seid: Kommt nach Dresden und haltet eine Session, diskutiert lernt und baut europaweite Netzwerke auf. So entstehen Freundschaften und neue Ideen. Ich bedanke mich ganz herzlich für zwei tolle Tage in Dresden und ziehe meinen Hut vor 10 Jahre mobile Camp Dresden.

Hier habe ich meine Eindrücke in einem kleinen Video zusammengefasst: Adam@MobileCampDresden2018

 

Mit dieser Serie von Blog-Artikeln werden wir einige grundlegende Gedanken zum Themenkomplex des „Internet of Things“ – auch kurz „IoT“ genannt – für Planer und Entscheider in mittelständischen Unternehmen zusammengefasst haben.

Wir wollen damit häufig gestellte Fragen beantworten und unseren Lesern einen Einstieg geben, um erste Gedanken zum Thema IoT für das jeweilige Unternehmen zu formulieren.


„Es gibt doch jede Menge „fertiger“ IoT-Lösungen in der Cloud, an die wir ganz einfach unsere Maschinen anschließen können.“

Die Antwort hier ist ganz einfach: Damit klar ist, wem die von Ihren Maschinen und Sensoren erzeugten Daten gehören, ist eine eigene IoT Anwendung die bessere Lösung!

Alle Arten von Daten sind das Gold des 21 Jahrhunderts. Viele „öffentliche“ IoT Dienste vereinnahmen jedoch diese Daten und verkaufen die daraus gewonnenen Erkenntnisse an jedermann – möglicherweise sogar an Ihre direkte Konkurrenz.

„Aber die Vernetzung im IoT Umfeld lebt doch von der Weitergabe von Daten?“

Ja natürlich, eine IoT-Lösung ist ohne die Weitergabe von Daten in der Regel nur von sehr beschränktem Nutzen. Unabhängig davon ist es aber unverzichtbar, dass Sie es selbst kontrollieren können, wer Zugriff auf Ihre Daten erhält und wer nicht, wer die Daten auswerten und daraus lernen kann und wer nicht!

Diese strategisch relevante Kontrolle über Ihre Daten können Sie nur dann sicherstellen, wenn Sie an den Schlüsselstellen in der IoT-Datenschöpfungskette eigene IoT-Anwendungen / -Lösungen/ -Apps implementieren, die zu 100% unter Ihrer Kontrolle stehen.

Nur wenn Sie wissen, an welchen Stellen welche Daten entstehen, was man daraus an Erkenntnisse gewinnen kann ist können Sie „verstehen“ was Ihre Kunden an Daten brauchen. Das wiederum ermöglich es Ihnen, Ihr Produkt mit mehr Kundennutzen zu versehen – und am Ende möglicherweise auch neue Geschäftsmodelle für Ihr Unternehmen zu entwickeln.


Warum wir als Basis für Ihre eigene IoT-Anwendung Amazon Web Services (AWS) Cloud empfehlen, erfahren  Sie hier


Der schnelle Einsatz einer bestehenden IoT-Plattform statt des Aufwands einer eigenen IoT Anwendung ist natürlich sehr verlockend. Für nur ganz wenig Geld können Sie Ihre „intelligenten Maschinen“ auf diese Art und Weise ins Internet bringen. Und für einen ersten Showcase kann dies unter Umständen auch ein sinnvoller Weg sein. Wer aber strategisch und längerfristig denkt, der sollte hier sorgfältig prüfen, welche Konsequenzen solch eine Entscheidung haben kann.

Wenn Sie lernen möchten, mit welchen Methodiken man die für die eigene IoT Anwendung strategisch relevanten Schlüsselkomponenten identifiziert, um die Kontrolle über seine Daten zu behalten, erfahren Sie in Folge 1 unserer Webinar-Reihe „IoT Projekt-Know-how für Planer und Entscheider“ mit dem Titel „Die Cloud als notwendige Basis für IoT-Lösungen – das AWS-Praxisbeispiel „tempmate“.  Infos & Anmeldung


Weitere Teile dieser Blog-Artikel Serie:

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 1: Warum müssen wir in die Cloud?

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 2: Warum sollen wir jetzt IoT Projekte starten?


Übrigens: Als integrativer Entwicklungsdienstleister für AWS (Amazon Web Services) Cloud-Lösungen bieten wir Ihnen ein fundiertes Know-How in den Themenfeldern Internet of Things (IoT), Smart Products und Industrie 4.0 und unterstützen Sie gerne auch bei Ihrem IoT-Projekt. … mehr 

 


 

 

 

 

 

Mit dieser Serie von Blog-Artikeln werden wir einige grundlegende Gedanken zum Themenkomplex des „Internet of Things“ – auch kurz „IoT“ genannt – für Planer und Entscheider in mittelständischen Unternehmen zusammengefasst haben.

Wir wollen damit häufig gestellte Fragen beantworten und unseren Lesern einen Einstieg geben, um erste Gedanken zum Thema IoT für das jeweilige Unternehmen zu formulieren.


„Unsere Kunden haben doch gar keinen Bedarf für IoT!“

Hier wollen wir Ihnen kurz erläutern, warum Sie gerade deshalb jetzt Ihre ersten Schritte im Bereich des Internet of Things gehen und ihre eigenen IoT-Projekte starten müssen.

Wie wir in vielen Projekten erleben konnten, resultiert der fehlende „Bedarf“ auf Kundenseite aus einem Mangel an Vorstellungskraft, welchen neuen Nutzen eine IoT-fähige Maschine oder ein „Smarter Sensor“ bieten können.

„Na dann haben wir ja noch Zeit und können erst mal abwarten bis unsere Kunden soweit sind“

Dieses Denken kann sehr teuer werden, insbesondere dann, wenn Sie typischerweise Maschinen und Anlagen auf Kundenwunsch hin bauen.

Sobald nämlich Ihre Kunden selbst anfangen, die Chancen des Internet of Things zu erkennen und Anforderungen für eine IoT-Lösung selbst formulieren, hat Ihr Unternehmen die Innovationsführerschaft verloren.

Denn in der Regel wird Ihr Kunde nicht nur mit Ihrem Unternehmen sprechen, sondern auch mit Ihren Wettbewerbern, möglicherweise auch mit ganz neuen potentiellen Lieferanten und dabei eigene IoT Projekte starten.


Wenn wir bei SIC! Software Smart Products, Industrie 4.0- und IoT-Projekte starten, setzen wir primär Amazon Web Services (AWS) Cloud ein. Warum, das erfahren Sie hier


Und schneller als Ihnen lieb ist, befinden Sie sich mit Ihrem Angebot in einem Preiskampf. Die Innovationen werden nicht mehr von Ihnen getrieben sondern von Ihrem Kunden – Sie sind nicht mehr ein Partner auf Augenhöhe sondern nur noch ein Erfüllungsgehilfe.

„Wie sollen wir mit unseren Kunden ins Gespräch kommen, wenn diese den Nutzen nicht erkennen?“

Um diese Engpass zu lösen, empfehlen wir in einem ersten Schritt die Umsetzung eines Show-Case (auch Demonstrator genannt). Damit können Sie den Kunden Ihre grundsätzliche IoT Lösung und die daraus resultierenden Chancen anschaulich zeigen. Aber nicht nur das. Weil der Kunde ein konkretes Szenario vor sich liegen hat, können Sie auch die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden mit einer ganz anderen Qualität diskutieren.

Im Ergebnis erhalten Sie in vielen Fällen eine völlig andere Sicht der Dinge. Es werden neue Chancen sichtbar, die zuvor niemand erkennen konnte. So wird der Weg geebnet, dass Sie mit IoT Ihren Produkten einen einzigartigen Nutzen geben und Sie auch in Zukunft als innovativer Partner auf Augenhöhe wahrgenommen werden.

Wie Sie IoT-Projekte starten, indem Sie an die Planung und Konzeption eines kundenorientierten IoT-Showcase herangehen und wie Sie die strategisch relevanten Themen identifizieren, erfahren Sie in Folge 1 unserer Webinar-Reihe „IoT Projekt-Know-how für Planer und Entscheider“ mit dem Titel „Die Cloud als notwendige Basis für IoT-Lösungen – das AWS-Praxisbeispiel „tempmate“.  Infos & Anmeldung


Weitere Teile dieser Blog-Artikel Serie:

IoT Projekt-Know-how für Entscheider – Teil 1: Warum müssen wir in die Cloud?


Übrigens: Als integrativer Entwicklungsdienstleister für AWS (Amazon Web Services) Cloud-Lösungen bieten wir Ihnen ein fundiertes Know-How in den Themenfeldern Internet of Things (IoT), Smart Products und Industrie 4.0 und helfen Ihnen gerne auch dabei Ihre IoT-Projekte zu starten. … mehr 

 


 

Mit dieser Serie von Blog-Artikeln werden wir einige grundlegende Gedanken zum Themenkomplex des „Internet of Things“ – auch kurz „IoT“ genannt – für Planer und Entscheider in mittelständischen Unternehmen zusammengefasst haben.

Wir wollen damit häufig gestellte Fragen beantworten und unseren Lesern einen Einstieg geben, um erste Gedanken zum Thema IoT für das jeweilige Unternehmen zu formulieren.


Warum müssen IoT-Anwendungen eigentlich in die Cloud?

Ganz einfach: Das Internet of Things lebt von der Vernetzung. Ein „smarter Sensor“ kann nur dann smart (also scheinbar intelligent) sein, wenn er in der Lage ist, mit anderen Systemen zu kommunizieren. Die Begriffe Interoperabilität und Vernetzung sind hier die Schlagworte.

Kein Produktentwickler kann heute voraussehen, mit welchen Systemen seine IoT-Lösung in Zukunft zusammenarbeiten muss. Keine noch so umfassende Analyse kann einem Unternehmen heute verlässlich sagen, wie das digitale Ökosystem aussehen wird, in dem seine Produkte künftig eingesetzt werden.

Eine zentrale Anforderung die aber heute und in Zukunft auf jeden Fall besteht, ist der Umstand, dass die IoT-Systeme und deren Komponenten eine schnelle und unkomplizierte Vernetzung erlauben müssen. Nur dann wird es gelingen, strategische Partnerschaften mit Leben zu erfüllen und tatsächlichen Nutzen zu schaffen.


Warum wir bei SIC Software bei der Realisierung der IoT-, Smart Products und Industrie 4.0-Projekte für unsere Kunden primär Amazon Web Services (AWS) Cloud einsetzen, erfahren Sie hier


Eine IoT Lösung in der Cloud löst nun wichtige zentrale technische Anforderungen:

  • Eine zentrale Softwarelösung in der Cloud erlaubt wirtschaftliches Abbilden standardisierter Schnittstellen. Es muss bei notwendigen Änderungen nur an einer zentralen Stelle gearbeitet werden.
  • Schnellere Innovation für alle Ihre Kunden. Das Hinzufügen neuer Dienstmerkmale zu einer bestehenden IoT-Lösung in der Cloud steht sofort allen angeschlossenen Systemen zur Verfügung.
  • Die IT-Infrastruktur in der Cloud kann bei sich ändernden Anforderungen schnell skaliert werden – und das in beide Richtungen. Systeme können sowohl vergrößert als auch verkleinert werden.
  • Sie können mit vergleichsweise geringem Aufwand bestehende Funktionen externer Anbieter in Ihr eigenes digitales Ökosystem aufnehmen oder aber Ihr IoT-System anderen Ökosystemen zur Verfügung stellen.

Nur mit einer IoT-Lösung, die in der Cloud betrieben wird, ist Ihr Unternehmen in der Zukunft in der Lage, schnell und flexibel zu überschaubaren Kosten auf neue Anforderungen dieser Art zu reagieren.

Welche strategisch relevanten Punkte bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters beachtet werden müssen und wie Sie die Kontrolle über Ihre Systeme behalten, erfahren Sie in Folge 1 unserer Webinar-Reihe „IoT Projekt-Know-how für Planer und Entscheider“ mit dem Titel „Die Cloud als notwendige Basis für IoT-Lösungen – das AWS-Praxisbeispiel „tempmate“.  Infos & Anmeldung


Übrigens: Als integrativer Entwicklungsdienstleister für AWS (Amazon Web Services) Cloud-Lösungen bieten wir Ihnen ein fundiertes Know-How in den Themenfeldern Internet of Things (IoT), Smart Products und Industrie 4.0 und unterstützen Sie gerne auch bei Ihrem IoT-Projekt. … mehr 

 


 

Von vielen unserer Kunden wird die Vertriebssoftware VERMO besonders gerne und erfolgreich als Messe-App auf dem Messestand eingesetzt, da sie dem Messepersonal nicht nur die einfache  und schnelle  Gesprächserfassung mit dem iPad bzw. Tablet, sondern auch eine überzeugende Präsentation mit digitalen Medien ermöglicht. Der Einsatz einer Messe-App alleine kann jedoch noch keinen Messe-Erfolg garantieren, denn für eine erfolgreiche Messeteilnahme sind zahlreiche weitere Faktoren zu berücksichtigen. Die wichtigsten Fragen, die für eine erfolgreiche Messebeteiligung entscheidend sind, haben wir in den folgenden vier Messe-Checklisten zusammengefasst:


Messe-Checkliste Nr. 1: Messestand-Gestaltung

  • Entspricht die Gestaltung dem CI des Unternehmens (Farben, Stil, etc.)?
  • Hebt sich der Stand optisch vom Wettbewerb ab?
  • Sind Elemente vorhanden, die für eine gute Fernwirkung sorgen (großes Logo-Display, Fahnen/Banner, selbstleuchtende Elemente, etc.)?
  • Ist der Stand offen und einladend gestaltet?
  • Sind Displays angebracht oder Produkte aufgestellt, durch die dem Besucher sofort klar wird, welche Waren bzw. Dienstleistungen angeboten werden?
  • Gibt es Eyecatcher, die die Aufmerksamkeit von vorbeilaufenden Messebesuchern erregen und als Gesprächsaufhänger dienen können?
  • Sind die Besprechungs-Tische/-Ecken für die Beratung mit dem iPad/Tablet & Vertriebs-App optimiert (Gesprächsposition nebeneinander statt gegenüber)?
  • Gibt es einen Service-Raum bzw. Bereich (für Material, Kaffeemaschine, Snacks, etc.)?

Messe-Checkliste Nr. 2: Messe-Ziele

Die Festlegung von konkreten Messezielen dient als Leitfaden für alle Messeaktivitäten und ermöglicht eine Erfolgskontrolle nach der Messe.

  • Sind die die Messeziele eindeutig definiert?
  • Sind die Messeziele messbar, d.h. quantitativ darstellbar?
  • Sind die Messeziele realistisch erreichbar?
  • Sind entsprechende Reports für die tagesaktuelle Auswertung per Knopfdruck eingerichtet?

Beispiele für mögliche Messeziele:

  • Anzahl der Kontakte (ggf. unterteilt nach Kontaktart, z.B. Kunde oder Interessent)
  • Anzahl der Leads (ggf. unterteilt nach Klassifizierung)
  • Anzahl der Medienberichte
  • Anzahl der Verkaufsabschlüsse bzw. Angebote
  • Anzahl der verteilten Flyer bzw. Broschüren

Messe-Checkliste Nr. 3: Messestand-Personal

  • Ist der Zeitplan für das Messepersonal festgelegt? Besonders zu berücksichtigen sind dabei …
    • voraussichtliche Messe-Stoßzeiten
    • Anwesenheit von Fachpersonal / Spezialisten auf dem Messestand
    • Pausenzeiten & Vertretungen
    • Ersatz-Messepersonal für Ausfälle
    • Personal für die Auf- und Abbauphase
  • Gibt es eine schriftliche Messe-Info die allen wichtigen Informationen für das Standpersonal enthält, wie z.B. Messe- und Kontaktdaten, organisatorische Hinweise, Verhaltenshinweise, Kleiderordnung, etc.
  • Sind genügend iPads / Tablets für alle anwesenden Berater / Verkäufer vorhanden?
  • Ist das Betriebssystem auf den iPads / Tablets und die Vertriebs-App auf dem neuesten Software-Stand?
  • Sind die Vertriebsunterlagen vollständig und aktuell?
  • Ist der Gesprächsleitfaden für die jeweilige Messe entsprechend angepasst?
  • Sind die jeweiligen Mitarbeiter in den Umgang mit dem iPad / Tablets und der Vertriebs-App eingewiesen?
  • Ist das Standpersonal im Umgang mit Messebesuchern auf dem Messestand in verschiedenen – insbesondere auch kritischen – Situationen geschult, z.B. bei …
    • spezielle Fachfragen
    • Beschwerden
    • zu großem Andrang
    • „Dampfplauderern“
    • Schüler / Studenten
    • Jobsuchern

Messe-Checkliste Nr. 4: Messe-Nachbereitung

  • Sind die Abläufe für das Messe-Leadmanagement bereits vor der Messe definiert und vollständig eingerichtet?
  • Werden am Tag nach der Messe Dankesschreiben an alle Besucher versendet?
  • Werden alle Gesprächsinformationen elektronisch erfasst und ins CRM-System einspielt?
  • Ist gewährleistet, dass alle Besucher des Messestands zeitnah (spätestens innerhalb von 2 Wochen) das vereinbarte Feedback (Infomaterial, Angebot, Terminvereinbarung, etc.) bekommen?
  • Wird eine Auswertung erstellt, welche Marketingmaterialien wie oft und mit welchem Erfolg eingesetzt wurden?
  • Wird systematisch (z.B. per Fragebogen) ein Feedback bezüglich positiver und negativer Aspekte sowie Verbesserungsvorschläge von allen an der Messe Beteiligten abgefragt?
  • Werden die Budgettreue geprüft und der ROI gemessen?

 

 

Einleitung

Das Wort „Blockchain“ fiel erstmalig im Zusammenhang mit Bitcoin als dezentrales Netzwerk für Zahlungen in der gleichnamigen digitalen Währung. Hierbei beschreibt die Blockchain eine zugrundeliegende Technologie, in der alle Transaktionen öffentlich und unveränderbar verzeichnet sind. Dazu wird mittels kryptografischer Verfahren die Korrektheit aller Transaktionen sichergestellt – beispielsweise die richtige Transaktionsreihenfolge, Verhinderung der doppelten Ausgabe eines Bitcoins bei einer Zahlung oder Schutz vor Manipulation einer Transaktion. Der entscheidende Punkt ist die Tatsache dass keine zentrale Vertrauensinstanz notwendig ist, da die Teilnehmer dem Inhalt der Blockchain selbst vertrauen.

Aber die technische Entwicklung schreitet mit hoher Geschwindigkeit fort. Daher fällt der Begriff „Blockchain“ mittlerweile nicht nur im Zusammenhang mit digitalen Währungen. Vielmehr ist von einer Technologie die Rede, welche bestehende Produkte, Dienstleistungen und sogar Geschäftsmodelle disruptiv beeinflussen wird.

Um die Potentiale und Auswirkungen der Blockchain-Technologie besser beurteilen zu können, haben sich in den letzten Jahren verschiedene Firmen aus unterschiedlichen Technologien und vor allem Finanzbereichen in Konsortien zusammengeschlossen:

  • Das R3 Konsortium, welches vornehmlich einen Zusammenschluss von rund 80 Firmen aus der Finanzwirtschaft (UBS, Credit Suisse, Deutsche Bank, Commerzbank, …) ist. (R3CEV LLC, 2017)
  • Das IoT-Consortium, zu dem u.a. Bosch Ltd. Cisco Systems Inc. gehören, untersucht inwiefern Blockchain-Technologie zur Absicherung und Verbesserung von IoT-Netzwerken eingesetzt werden kann. (Faife, 2017)
  • Im Hyperledger(Enterprise Ethereum Alliance) Konsortium haben sich mehr als 120 Firmen aus dem Bereich Finanzen, Banken, IoT und der Industrie organisiert. (Hyperledger)
  • Enterprise Ethereum Allianz mit rund 500 Startups, Unternehmen, Akademische Einrichtungen aus den unterschiedlichsten Bereichen. (Förster, 2017)

Darüber hinaus wurden im Jahr 2016 rund 500 Mio. USD an Venture-Kapital für Blockchain-Technologien in Startups und Technologie-Firmen investiert. (Coindesk)

Auch wenn nach heutigem Stand noch nicht genau ersichtlich wird, für welche Bereiche und Anwendungsgebiete Blockchain-Technologien verwendet werden können, so wird daraus doch ersichtlich, dass dieser neuen Technologie ein großes Potential zugetraut wird.

Im nachfolgenden möchte dieser Beitrag eine kurze Einführung in die Blockchain-Technologie geben und aufzeigen in welchen Gebieten Potentiale und mögliche Anwendungsfelder liegen.

 

Was ist die Blockchain (Definition)?

Blockchain ist eine neue Technologie zur Verifizierung von Datentransaktionen in einem dezentral organisierten Netzwerk mittels kryptografischer Verfahren. Die Blockchain bietet Nachvollziehbarkeit sowie Fälschungssicherheit von Transaktionen, ohne dabei auf eine zentrale Instanz angewiesen zu sein. (Voshmgir, 2017)

Die nachfolgende Abbildung zeigt vereinfacht den prinzipiellen Aufbau einer Blockchain. Wie der Name suggeriert, werden in einer Blockchain einzelne Blöcke aneinander „gekettet“. Dabei zeigt ein Block immer auf seinen Vorgänger, wodurch in der Blockchain eine verifizierbare Kette von Blöcken entsteht, welche vom aktuell letzten Block bis zum ersten Block reicht. Der erste Block wird im Allgemeinen auch als Genesis-Block bezeichnet, da dieser keinen Vorgänger besitzt.

Innerhalb eines Blocks werden dann die einzelnen Transaktionen verzeichnet. Eine Transaktion kann wie im Beispiel ein Zahlungsvorgang sein. Aber es kann auch etwas ganz anderes sein wie z.B. ein Lieferschein oder eine Garantieurkunde. Vom Prinzip her können Blockchains alle möglichen Daten wie Texte, Bilder oder gar Programmcode speichern.

Blockchain Technologie

Abbildung 1 Blockchain; eigene Darstellung

 

Damit eine neue Transaktion in der Blockchain gespeichert werden kann, muss ein neuer Block generiert, die Transaktion darin verzeichnet und der Block an die bestehende Blockchain angehängt werden. Dieser Prozess wird als „Mining“ bezeichnet und unterliegt bestimmten Regeln. Die Regeln werden vom Protokoll der Blockchain vorgegeben und dienen dazu, den Konsens zwischen allen Teilnehmern zu ermöglichen.

Denn sobald ein Block erfolgreich an die Blockchain „angekettet“ wurde, werden alle Transaktionen innerhalb des Blocks von den Teilnehmern als valide angesehen.

Peer-to-Peer Netzwerk (Blockchain)

Abbildung 2 Peer-to-Peer Netzwerk, eigene Darstellung

 

Die Verteilung der Blockchain erfolgt dezentral über ein Peer-to-Peer Netzwerk in welchem alle Knoten untereinander gleichberechtigt sind. Weiterhin ist jeder Knoten mit mehreren anderen Knoten des Netzwerks verbunden, um untereinander den aktuellen Stand der Blockchain auszutauschen sowie neue Transaktionen im Netzwerk zu verbreiten. So können diese dann in einem späteren Block aufgenommen werden. Als weitere Aufgabe überprüft jeder Knoten den aktuellen Stand der Blockchain auf Einhaltung der Regeln.

Vergleicht man dies nun mit aktuellen verteilten Datenbanksystemen, sind diese überwiegend zentral organisiert. So gibt es einen Masterknoten, welcher die Datenhoheit über getätigte Transaktionen besitzt und dem alle anderen Knoten (Slaves) vertrauen. Eine Validierung findet hier bei den angeschlossenen Slaves nicht statt. Dadurch sind diese Systeme anfällig für Manipulationen, wenn beispielsweise der Masterknoten durch einen Akteur infiltriert wird und über diesen dann manipulierte oder falsche Informationen verteilt werden.

Im Gegensatz dazu sind im Blockchain-Netzwerk alle Knoten gleichberechtigt und jeder Knoten überprüft die Blockchain auf Einhaltung der Regeln. Sollte somit ein Knoten manipulierte oder fehlerhafte Informationen verteilen, so würde dass von den anderen Knoten unmittelbar erkannt werden.

Weiterhin hat das Netzwerk auf Grund der hohen Redundanz eine sehr hohe Ausfallsicherheit, da jeder Knoten eine Kopie der Blockchain besitzt. Somit ist es unempfindlich gegen Ausfälle falls einzelne Konten nicht mehr erreichbar sind, sei es aus technischen oder politischen (Zensur) Gründen.

Blockchain-Plattformen

 .

 Public Blockchain-Plattform

Bei der bis jetzt beschriebenen Architektur für eine Blockchain handelt es sich um eine „Public Blockchain-Plattform“. Das heißt, jeder kann die Blockchain verwenden, indem er beispielsweise selbst einen Knoten betreibt, der sich dann mit dem Netzwerk verbindet. Eine Limitierung des Zugangs zum Netzwerk existiert nicht.

Somit sind die Daten innerhalb der Blockchain transparent, da alle Teilnehmer alle Transaktionen einsehen können. Gleichzeitig bleibt durch Kryptografie die Privatsphäre gewahrt, da eine Zuordnung einer Transaktion zu einer Organisation, Firma oder Person nicht ohne weitere Informationen möglich ist. Allerdings ist die Performance eines solchen Netzwerks verglichen mit einem verteilten Datenbanksystem gering. So sind im Bitcoin Netzwerk aktuell (Stand April 2017) maximal 7 Transaktion/Sekunde möglich von denen derzeit rund 4 Transaktionen/Sekunde erreicht werden.
Weiterhin ist die Blockgröße auf 1 Mbyte limitiert wobei ungefähr alle 10 Minuten ein neuer Block hinzukommt. Dies spiegelt sich auch in den Gebühren für eine Transaktion wieder.

Um die Grenzen der oben genannten Limitierung weiter hinauszuzögern haben sich neben der Public Blockchain mit der Private Blockchain und der Consortium Blockchain zwei weitere Ansätze herausgebildet. Hierbei wird der Anspruch an ein vollkommen dezentrales Netzwerk, in dem alle Knoten gleichberechtigt sind, herabgesetzt. Dadurch wird vor allem eine signifikante Erhöhung der Transaktionsrate pro Sekunde mit gleichzeitiger Absenkung der Transaktionskosten erreicht. (Thompson, 2016)

Beispiele für Public Blockchain-Plattformen:

  • Bitcoin (Netzwerk für Zahlungen)
  • Ethereum (Smart Contract Plattform)

Private Blockchain-Plattformen

Private Blockchain-Plattformen werden von einem einzelnen Anbieter (bspw. einer Firma oder Organisation) entwickelt und betrieben. Dieser hat somit die Hoheit über die Regeln zum Erreichen des Konsens innerhalb der Blockchain sowie welche Transaktionen in die Blöcke aufgenommen werden. Dies setzt einen hohen Grad an Vertrauen in den Betreiber voraus. Der Vorteil ist aber, dass es möglich ist den Teilnehmerkreis stark einzuschränken, welcher lesenden Zugriff auf die Informationen innerhalb der Blockchain erhält. Dies kann je nach Anwendungsfall wünschenswert sein.

Beispiele für Private Blockchain-Plattformen

  • – IBM Hyperledger, Blockchain-as-a-Service (BaaS)

 Consortium Blockchain-Plattformen

Consortium Blockchain-Plattformen sind private Blockchains mit dem Unterschied, dass diese von mehreren Anbietern, welche sich zusammengeschlossen haben, entwickelt und betrieben werden. Dadurch wird die „Macht“ über das Netzwerk auf mehrere vorausgewählte Teilnehmer verteilt.

Beispiele für Consortium Blockchain-Plattformen

  • Hyperledger
  • Ethereum Enterprise
  • Ripple

Diese Art von Blockchains hat das derzeit größte Potential, die Bedürfnisse spezifischer Märkte nach automatisierten, hoch sicheren Transaktionen abzubilden.

 


Die folgenden Artikel dieser Beitragsreihe „Blockchain – Verbesserung der Transaktionssicherheit durch Kryptografische Verkettung“ werden sich mit den fünf ausgewählten Merkmalen beschäftigen, die beim Einsatz von Blockchain Technologie relevant sind sowie Anwendungsfälle und Einsatzszenarien vorstellen.

Weitere interessante Artikel finden Sie in unserem Blog

 


Literaturverzeichnis

Coindesk. (kein Datum). Blockchain Venture Capital. Abgerufen am 10. April 2017 von http://www.coindesk.com/bitcoin-venture-capital/

Enterprise Ethereum Alliance. (kein Datum). Enterprise Ethereum Alliance. Abgerufen am 10. April 2017 von http://entethalliance.org

Förster, M. (1. März 2017). Heise.de. Abgerufen am 10. April 2017 von Blockchain: Enterprise Ethereum Alliance ins Leben gerufen: Blockchain: Enterprise Ethereum Alliance ins Leben gerufen

Faife, C. (27. Januar 2017). CoinDesk. Abgerufen am 10. April 2017 von Bosch, Cisco, Gemalto and More: Tech Giants Team Up For Blockchain-IoT: http://www.coindesk.com/bosch-cisco-gemalto-and-more-tech-giants-team-for-blockchain-iot/

Hyperledger. (kein Datum). Blockchain Technologies for Business. Abgerufen am 10. Aprli 2017 von https://www.hyperledger.org

MAL, S. N. (7. Februar 2017). NEUN MAL SECHS. Abgerufen am 10. April 2017 von http://neunmalsechs.blogsport.eu/stuemperei/blockchain-exploration/ueberblick-blockchain-konsortien/

R3CEV LLC. (2017). R3. Abgerufen am 10. 4 2017 von http://www.r3cev.com

Thompson, C. (2016. Oktober 2016). Blockchain Daily News. Abgerufen am 20. April 2017 von The difference between a Private, Public & Consortium Blockchain.: http://www.blockchaindailynews.com/The-difference-between-a-Private-Public-Consortium-Blockchain_a24681.html

Voshmgir, S. (30. Januar 2017). Blockchains, Smart Contracts und das Dezentrale Web. 36. (T. S. Berlin, Hrsg.) Berlin, Berlin, Deutschland.

 

Der Erfolg einer Messe-Beteiligung als Aussteller hängt immer ganz entscheidend vom Messe-Lead-Management ab, also der Erfassung der Verkaufschancen, der sogenannten „Leads“, und deren systematischen Nachbearbeitung nach der Messe. Die ganzen Investitionen in einen schönen Messestand und in begleitende Messe-Marketing-Maßnahmen sind alle rausgeschmissenes Geld, solange die Gesprächsinformationen nicht vollständig und strukturiert erfasst und die Messe-Leads systematisch und konsequent im Anschluss an die Messe nachbearbeitet werden.

Auch heute noch ist für viele Unternehmen die Beteiligung an Branchen- und Fach-Messen ein essentieller Baustein ihrer Marketingstrategie. Denn mit der Teilnahme als Aussteller an einer Messe profitiert der Vertrieb des Unternehmens im Besonderen von der Möglichkeit, an einem einzigen Ort in kurzer Zeit besonders viele Gespräche mit Kunden und Interessenten zu führen. Diesem unschätzbaren Vorteil steht andererseits aber auch die Herausforderung gegenüber, nicht nur die Kontaktinformationen des Gesprächspartners sowie die Inhalte und die Ergebnisse jedes einzelnen Gesprächs möglichst umfassend und detailliert zu dokumentieren. Sondern es sollen auch die resultierenden Verkaufschancen – die „Leads“ – im Anschluss an die Messe in entsprechende Verkaufserfolge verwandelt werden. Denn am Ende des Tages müssen sich die hohen Investitionen in Form von Zeit und Geld, die so ein Messeauftritt in der Regel verschlingt, für den Messe-Aussteller auch wieder amortisieren.

Die Basis für jedes professionelle Messe-Lead-Management besteht dabei immer in einer genauen Festlegung der Abläufe und Zuständigkeiten für die Bearbeitung der Messe-Leads. Denn nur wenn die Lead-Management-Prozesse definiert sind, können auch digitale Systeme zur Unterstützung der Messekontakt-Erfassung und Leadbearbeitung – wie beispielsweise eine CRM-Software und/oder eine mobile Lead-App – ihre hilfreiche Wirkung optimal entfalten.

Mit den folgenden Tipps verbessern Sie Ihre Chancen, dass aus Ihren wertvollen Messeleads durch professionelles Messe-Lead-Management am Ende auch gewinnbringende Verkaufserfolge werden:

 1. Erstellen Sie ein ganzheitliches Konzept für das Messe-Lead-Management

Definieren Sie bereits vor der Messe die Prozesse für das komplette Messe-Lead-Management von der Lead-Erfassung über die Messelead-Nachbearbeitung bis hin zum Lead-Nurturing, und zwar so detailliert wie möglich. Legen Sie fest, wie die Messe-Leads zu kategorisieren sind, welche Maßnahmen in welcher Leadmanagement-Phase konkret durchzuführen sind und wer jeweils dafür zuständig ist. Stellen Sie sicher, dass alle am Leadmanagement Beteiligten über die Abläufe und ihre eigenen Aufgaben informiert sind. So dass mit dem Start der Messe die Messe-Lead-Management-Prozesse möglichst reibungslos ablaufen können. Viele der bekannten CRM-Systeme, wie bspw. Microsoft Dynamics CRM, bieten mit dem Konzept der Vertriebsphasen eine gute Basis und Hilfestellung für die Implementierung eines Messe-Lead-Managements.

 2. Erfassen Sie Ihre Messe-Leads digital mit einer mobilen Lead-App

Erfassen Sie die Gesprächsinhalte und Kontaktinformationen statt mit Stift und Papier besser mit einer mobilen Lead-App auf einem iPad oder Tablet – idealerweise bereits während des Gesprächs. Die Besuchsberichte überträgt jeder Vertriebsmitarbeiter dann entweder einzeln direkt nach jedem Gespräch oder gesammelt am Tagesende einfach per Knopfdruck aus der Lead-App heraus digital an die Firmen-Zentrale bzw. in das CRM-System. So kann der Innendienst die eingehenden Leads entsprechend sehr zeitnah weiterbearbeiten und bei Bedarf umgehend Informationsmaterial oder ein Angebot zusenden. Zudem lassen sich digital erfasste Messeleads jederzeit in Echtzeit auswerten, so dass z.B. der Vertriebsleiter am Ende eines Messe-Tages schnell und einfach per Knopfdruck selber die Erfolgsstatistiken erstellen kann.

3. Beschleunigen Sie Ihre Reaktionszeit

Nutzen Sie die Vorteile und Möglichkeiten der modernen elektronischen Kommunikationsmittel, wie E-Mail, Chat, Skype, etc. auch für Ihre Follow-Up Aktivitäten. Lassen Sie Ihre Kunden und Interessenten nicht tage- oder wochenlang auf Informationsmaterial oder ein Angebot warten, das erst nach der manuellen Erfassung und Verarbeitung der Messe-Leads per Post verschickt wird. Erfahrungsgemäß nimmt das Interesse des Messe-Gesprächspartners mit zunehmendem zeitlichen Abstand rapide ab und er hat womöglich die gewünschten Informationen mittlerweile schon von der Konkurrenz erhalten. Dem wirken Sie z.B. mit automatisierten Follow-Up E-Mails entgegen.

Mit einer entsprechenden Lead-App können Sie Ihren Gesprächspartner auf der Messe mit der kürzest möglichen Reaktionszeit beeindrucken, indem Sie ihm noch während des Gesprächs die soeben auf dem iPad oder Tablet gezeigten Unterlagen inklusive der persönlichen Annotationen direkt aus der Lead-App heraus per E-Mail zusenden.

4. Analysieren Sie Ihre Messe-Leads genau

Die digitalen Messe-Besuchsberichte ermöglichen nicht nur eine schnelle und einfache Erstellung der typischen quantitativen Auswertungen, wie z.B. welcher Vertriebsmitarbeiter „Tageskönig“ ist, wie viele Messe-Gespräche insgesamt geführt wurden oder wie viele Aufträge gewonnen wurden. Aufgrund der Tatsache, dass alle Gesprächsinhalte und Kontaktinformationen für das Messe-Lead-Management in digitaler Form vorhanden sind, lassen sich noch deutlich tiefergehende Statistiken zum Messeerfolg erstellen, die dann Antworten auf Fragestellungen liefern, wie z.B.: Welche Themen haben die Besucher am meisten interessiert? Decken sich die tatsächlichen Besucher mit der Zielgruppe? Welche Prospekte wurden am Häufigsten gezeigt und welche Vertriebsunterlagen kamen gar nicht zu Einsatz? Welches waren die Gesprächsstrategien der erfolgreichsten Vertriebsmitarbeiter? u.v.m. Die so gewonnenen qualitativen Erkenntnisse sind besonders hilfreich, um die Vertriebsstrategie entsprechend anzupassen sowie das Messelead-Management und künftige Messeauftritte zu optimieren.

5. Betreiben Sie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess für Ihr Messe-Lead-Management

Nutzen Sie die aus den Analysen gewonnenen Erkenntnisse, um die Messe-Lead-Management Prozesse fortlaufend zu optimieren. Passen Sie die in der Lead-App verwendeten Messe-Fragebögen immer wieder für jede neue Messe individuell an und überprüfen und verbessern Sie vor allem die Follow-Up-Prozesse nach der Messe in regelmäßigen Zeiträumen.

Fazit

Der Einsatz einer mobilen Lead-App zur Messekontakterfassung in Kombination mit einer professionellen CRM-Software ermöglicht ein besseres Messe-Lead-Management und erhöht die Chancen, dass aus Ihren wertvollen Messeleads am Ende auch gewinnbringende Verkaufserfolge werden.

Deutschland wandelt sich vom Produktions- zur Dienstleistungs-Nation. Fast 70% der Bruttowertschöpfung in Deutschland findet im Dienstleistungsbereich statt. Gleichzeitig wächst der Anspruch der Kunden. Durch die hohe Digitalisierung und Vernetzung sämtlicher Lebensbereiche verändert sich die Wahrnehmung. Informationen müssen sofort verfügbar sein, Anfragen  zeitnah bearbeitet werden.

Obwohl die Dienstleistungen für Unternehmen immer wichtiger werden,  erfolgt die Implementierung von Dienstleistungsprozessen meist mittels Versuch und Irrtum.
Service Blueprinting bietet hier einen strukturierten Ansatz, Dienstleistungsprozesse kundenorientiert zu gestalten. Die Methode eröffnet dabei die Möglichkeit bei bestehenden Prozessen Optimierungspotentiale aufzudecken und Auswirkungen zukünftiger Prozesse im Vorfeld zu analysieren.

Service Blueprinting

Service Blueprinting ist eine Methode zur Analyse, Visualisierung und Optimierung von Dienstleistungsprozessen. Der Service Blueprint vereint sowohl die Sicht des Kunden, als auch die Sicht des Anbieters auf die Dienstleistung. Aus dem Blueprint wird sichtbar, wie die Komponenten des Services miteinander verzahnt sind.
Der Verlauf der Dienstleistung wird dabei in einem Ablaufdiagramm beschrieben. Dieses wird horizontal in folgende Bereiche unterteilt:

  1. Physikalischer Beweis
    Dies sind die „physikalischen“ Dinge, mit denen der Kunde während der Nutzung in Kontakt kommt. Dies kann zum Beispiel die Webseite der Firma, der Stand auf der Messe oder auch ein Katalog oder Prospekt sein.
  2. Handlungen des Kunden
    Die Handlungen des Kunden beinhalten die einzelnen Schritte, welche der Kunde während des Prozesses durchläuft.
  3. Handlungen des Anbieters
    Die Handlungen des Anbieters ist für den Kunden der sichtbare Teil der Dienstleistung. Hier findet eine direkte Interaktion zwischen Kunden und Mitarbeiter der Firma statt.
  4. Aktivitäten im Hintergrund
    Dies sind alle Aktionen, die das Unternehmen im Hintergrund durchführt, welche für die Nutzer nicht sichtbar sind.
  5. Interne Hintergrundprozesse
    Dies sind unterstützende Prozesse für den Dienstleistungsprozess.

Besonders an dieser Methode ist, dass nicht nur die Bereiche abgebildet werden, welche für den Kunden unmittelbar erlebbar sind, sondern dass auch die „unsichtbaren“ Prozesse im Hintergrund betrachtet werden. Gerade diese Prozesse bergen die Gefahr, sich negativ auf einen Prozess auszuwirken. So müssen die nötigen Infrastrukturen für den neuen Prozess bereitgestellt und auch die beteiligten Akteure im Hintergrund müssen reibungslos untereinander und mit den Mitarbeitern mit direktem Kundenkontakt zusammenarbeiten. Arbeiten zum Beispiel Innen- und Außendienst nicht oder nur ungenügend miteinander oder ist die IT-Infrastruktur unzuverlässig, können die besten Vordergrund-Prozesse kaum optimal ihre Wirkung entfalten.

 Schnellere Reaktionszeiten durch digitale Leaderfassung

Als praktisches Beispiel für den Service Blueprint soll uns nun der Prozess „Messebesuch“ dienen. In unserem Beispiel soll untersucht werden, wie sich dieser Prozess bei der Einführung von VERMO cloud, einer App zur Leaderfassung, verändert. Zunächst wird der IST-Zustand untersucht.
Die Handlungen des Kunden (2) sind recht überschaubar. Er trifft am Messestand ein,  lässt sich beraten und erhält einige Zeit später die gewünschten Prospekte zugesendet. Auffällig ist, dass das Gespräch und der Versand weit auseinander liegen. Je nach Dauer dieser Prozessunterbrechung aus Sicht des Kunden, besteht die Gefahr, dass er sich nicht mehr an den Inhalt des Gespräches erinnert oder längst zur Konkurrenz gewechselt ist.

Der Grund für diese Verzögerung lässt sich gut anhand des Blueprints erklären, wenn man hinter Kulissen schaut. Die Notizen zum Gespräch und die Kontaktdaten wurden auf dem Messebogen festgehalten. Dieser wird nach Beendigung der Messe von einem Mitarbeiter des Innendiensts weiter verarbeitet. Hier tritt die erste Verzögerung im Prozessablauf ein. Der Inhalt des Messebogens wird in das CRM übertragen. Der Medienbruch (analog – digital) bei diesem Schritt birgt zudem die Gefahr, dass es zu fehlerhaften Eingaben kommt. Am Ende der Prozesskette steht der Versand der Produktinformationen an den Kunden. Dies ist der Prozessschritt welcher für den Kunden wieder sichtbar ist. Die Zwischenschritte sind für ihn nicht ersichtlich, jedoch nimmt er wahr, dass die gewünschte Information verhältnismäßig spät bei ihm eintrifft.

 

Die Schwachstellen des alten Prozesses sind die zeitverzögerten manuellen Schritte im Hintergrund und die vorhandenen Medienbrüche.

Anders gestaltet sich der gleiche Prozess mit Unterstützung der VERMO cloud App. Mit Absenden des Gespräches werden die Kundendaten automatisch ins CRM übertragen. Lange Bearbeitungszeiten und unnötige Medienbrüche entfallen. Für den Kunden der markanteste Unterschied ist, dass er die gewünschten Produktinformationen unmittelbar erhält.

 

 

Fazit

Die  Anwendung von Service Blueprinting bietet eine Reihe von Vorteilen:
Leichtes Verständnis ermöglicht interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Service Blueprints können nach einer kurzen Einführung auch von einem Laien gut verstanden werden. Wenn in einem Workshop Vertreter von verschiedenen Abteilungen gemeinsam an Prozessverbesserungen arbeiten, stellt der Blueprint ein gutes gemeinsames Kommunikationsmedium dar.

Schwachstellen werden schon vor der Implementierung sichtbar

Vorteil der Methode ist, dass Auswirkungen auf den Serviceprozess bereits vor der Implementierung sichtbar werden. Dadurch können potentielle Schwierigkeit schon auf dem Reißbrett behoben werden, bevor Kosten entstehen oder Kunden verärgert werden.

 Auswirkungen auf andere Abteilungen werden früh sichtbar

Durch die Einbeziehung der Ebenen „Aktivitäten im Hintergrund“ und „Interne Hintergrundprozesse“ werden Auswirkungen auf Abteilungen im Unternehmen sichtbar, welche auf den ersten Blick nicht von dem jeweiligen Prozess nicht betroffen scheinen. Somit können diese Abteilungen rechtzeitig mit eingebunden werden.

Silodenken wird minimiert

Werden beim Aufbau des neuen Prozesses Vertreter mehrerer Abteilungen mit einbezogen, kann Service Blueprinting helfen, das Silodenken der einzelnen Parteien abzubauen. Mittels des Service Blueprints können Zusammenhänge der einzelnen Prozessschritte leicht klargemacht werden und Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Abteilungen/Teams aufgezeigt werden.

 
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